Für die Wahrnehmung und die Akzeptanz von Windenergievorhaben vor Ort sind Fragen der Verfahrens- und Verteilungsgerechtigkeit von großer Bedeutung. Beteiligungsstrategien helfen diese Gerechtigkeitsaspekte in der Planung und Umsetzung von Projekten angemessen zu berücksichtigen. Dabei können zwei Beteiligungsbereiche unterschieden werden:

  • die Beteiligung der Öffentlichkeit am Planungsprozess
    (Öffentlichkeitsbeteiligung) sowie
  • die finanzielle Beteiligung an der generierten Wertschöpfung
    (finanzielle Teilhabe).

Bei der Öffentlichkeitsbeteiligung an Planungsprozessen können formelle und informelle Beteiligungselemente unterschieden werden. Während formelle Öffentlichkeitsbeteiligung gesetzlich geregelt ist, handelt es sich bei informellen Beteiligungsprozessen um freiwillige Maßnahmen der Vorhaben- und Planungsträger. Diese können die lokale Bevölkerung mit proaktiven Informations- und Beteiligungsangebote im Vorfeld formeller Verfahren in die Projektplanung einbeziehen. Dabei geht frühzeitige Beteiligung über bloße Information hinaus. Neben der Vermittlung von Informationen können in Dialogformaten bspw. Spielräume identifiziert und angemessene Beteiligungsformen für das Projekt gefunden werden. Von einem solchen Vorgehen profitieren alle Seiten: Für die Menschen vor Ort kann die Verfahrensgerechtigkeit gestärkt und Möglichkeiten zu mehr Verteilungsgerechtigkeit eröffnet werden. Vorhaben- und Planungsträger können Kritik konstruktiv nutzen, vom Wissen lokaler Akteure profitieren, Planungsrisiken frühzeitig erkennen und damit gegebenenfalls Verfahrenskosten senken.

Durch finanzielle Teilhabe von Bürgern und Kommunen an der durch Windenergieanlagen vor Ort generierten Wertschöpfung wird die Verteilungsgerechtigkeit befördert. Dabei gibt es unterschiedliche Formen „aktiver“ und „passiver“ finanzieller Teilhabe an Windenergieprojekten:

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  • Bürger produzieren aktiv mit (Bürgerwindpark als GmbH & Co. KG, eG, …)
  • Bürger finanzieren aktiv mit (Inhaberschuldverschreibung, Nachrangdarlehen, Sparbrief, Stille Beteiligung, …)

Passive finanzielle Teilhabe

  • der Anwohner (Flächenpacht, Anwohnerbonus, Direktvermarktung von Strom, …)
  • der Allgemeinheit (Bürgeranteil/ Bürgerstiftung, Kommune als Betreiber, gemeinwohlorientierte Ausgleichzahlungen,...)

Freizeit Plateau Flache Damen Boots Retro Schuhe 38 Schnrung Braun Ankle Stiefel Chukka Stiefeletten mit YE Erfolgreiche Öffentlichkeitsbeteiligung und finanzielle Teilhabe sind häufig miteinander verknüpft. Gerade im Kontext der Windenergie eröffnet finanzielle Teilhabe neue Gestaltungsspielräume für Öffentlichkeitsbeteiligung. Umgekehrt können in Dialogverfahren an die Gegebenheiten und Bedürfnisse vor Ort angepasste Teilhabemodelle entwickelt und damit deren Akzeptabilität verbessert werden. Gemeinsam entwickelte Bürgerwindenergieprojekte stärken die Verankerung in der Bevölkerung und erweitern den Einfluss lokaler Akteure auf die Projektgestaltung und Umsetzung. Damit kann die Akzeptanz der Windenergieanlagen vor Ort effektiv gestärkt werden.

Copyright: FA Wind 2017

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